NEWS | 06.11.2019

Deutsche Allianz Meeresforschung nimmt Fahrt auf

Meilensteine und aktuelle Entwicklungen

Seit dem 17. Oktober ist es amtlich: Die Deutsche Allianz Meeresforschung ist ein eingetragener Verein. Gegründet am 4. Juli von 13 Mitgliedseinrichtungen aus der deutschen Meeresforschung ist die DAM e.V. eine der weltweit größten marinen Forschungsallianzen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, lösungsorientiertes Handlungswissen für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren und Ozeanen zu erarbeiten. Die Aktivitäten der DAM fokussieren auf die vier Kernbereiche Forschungsmissionen, Datenmanagement und Digitalisierung, Infrastruktur und Transfer. Gefördert wird die DAM vom Bund und den fünf norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Einrichtung der Gremien

Ein wichtiger Schritt: Der Verwaltungsrat der DAM, in dem die Forschungsministerien des Bundes und der fünf norddeutschen Länder vertreten sind, hat sich am 21. Oktober in der Bremer Landesvertretung in Berlin konstituiert. Unter dem Vorsitz von Volker Rieke, Leiter der Abteilung „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und nachhaltige Entwicklung“ im BMBF, haben die Abteilungsleiterinnen und -leiter aus den Forschungsministerien der norddeutschen Länder – Heide Ahrens, Bremen, Rüdiger Eichel, Niedersachsen, Rolf Greve, Hamburg, Friederike Kampschulte, Schleswig-Holstein, und Woldemar Venohr, Mecklenburg-Vorpommern – ihre Beratungen zur DAM aufgenommen. Ausdrücklich unterstrich der Verwaltungsrat die Bedeutung des Transfergedankens und der Lösungs- und Umsetzungsorientierung bei der DAM.

Der Verwaltungsrat hat die Vorschläge der Mitglieder für den Internationalen Beirat der DAM bestätigt. Dieser wird mit neun Mitgliedern als zentrales fachliches Beratungsgremium der Allianz eingerichtet, um auch den hohen Anspruch an die wissenschaftliche Qualität der DAM Aktivitäten sicherzustellen. Der Internationale Beirat begutachtet und bewertet Vorschläge zu Vorhaben und Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Infrastrukturen innerhalb der DAM in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren und legt der Mitgliederversammlung und dem Verwaltungsrat Förderempfehlungen vor. Die von den Mitgliedseinrichtungen gewählten Personen werden derzeit angefragt. Die erste Beiratssitzung ist für den 4. März 2020 in Berlin geplant.

 

Die konstituierende Sitzung des Verwaltungsrates fand in der Bremer Landesvertretung beim Bund in Berlin statt. | Bild: BBEE

Entwicklung der Forschungsmissionen

Bei den beiden DAM Forschungsmissionen „Marine Kohlenstoffspeicher als Pfad zur Dekarbonisierung“ und „Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume“ wurden die Missionsskizzen nach den Diskussionen auf zwei Stakeholder-Workshops überarbeitet und dem Verwaltungsrat vorgestellt. Derzeit werden die Skizzen weiterentwickelt und noch dieses Jahr von einigen Mitgliedern des Internationalen Beirats in Bezug auf Themensetzung und Passfähigkeit zur DAM Mission bewertet. Nach einer erneuten Befassung im Verwaltungsrat sollen die Forschungsmissionen 2020 ausgeschrieben werden.

Informationsveranstaltung zum Antragsverfahren

Am 12. Dezember findet in Hamburg von 11-15 Uhr eine Info-Veranstaltung für alle interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler statt, bei der Michael Schulz, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, und Annekatrin Lehmann, Leiterin des Kernbereichs Forschungsmissionen, über das Antrags- und Ausschreibungsverfahren für DAM Forschungsmissionen informieren.

Datenmanagement: Kick-off für Pilotprojekt

Mit einem Kick-off-Meeting in Bremen am 30. Oktober ist das DAM Pilotprojekt zu „Unterwegs“-Forschungsdaten in die Durchführungsphase gestartet. Ziel des Projektes ist es, systematisch erhobene Meeresforschungsdaten der Forschungsschiffe MARIA S. MERIAN, METEOR, POLARSTERN und SONNE offen und nachhaltig zugänglich zu machen und die bestehenden Dateninfrastrukturen effektiver und effizienter zu nutzen. Der Verwaltungsrat hat zugestimmt, das Projekt nach Auslaufen der Anschubfinanzierung ab 2021 über die DAM fortzuführen.

Vernetzung im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NDFI)

Die DAM wird einen Beitrag zur NFDI leisten. Dafür haben wir uns als „beteiligte Einrichtung“ im Aufgabenbereich „Netzwerkbildung“ der NFDI4Earth aufgestellt und liefern ein Anwendungsbeispiel für heterogene und interdisziplinäre Daten. Im Rahmen des MARE-Hubs kooperiert die DAM eng mit den Zentren AWI, GEOMAR, HZG der Helmholtz-Gemeinschaft zur Verknüpfung bestehender Datenplattformen, Erstellung von Datenprodukten (AWI, GEOMAR, HZG) und zum Aufbau themenspezifischer Portale. Auf diese Weise ist ein optimaler Beitrag der Meeresforschung zur NFDI4Earth gewährleistet.

Transfer: Stakeholder-Forum in Planung

Ziel der Allianz ist es, Handlungsoptionen gemeinsam mit Stakeholdern zu erarbeiten. Dafür wird die DAM ein ständiges Stakeholder-Forum einrichten, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik (Parlamente und Ministerien aus Bund und Ländern), Behörden, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft die Aktivitäten der DAM diskutieren. Die rund 30 Mitglieder des Stakeholder-Forums sollen im nächsten Frühjahr erstmals zusammenkommen.

Zusammenarbeit von DAM und KDM

DAM und das Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, in der die weitere Zusammenarbeit der Vereine besprochen wird. Eine enge Abstimmung soll es insbesondere im internationalen Bereich und bei der Außendarstellung geben. Der AG gehören die DAM Vorstandsmitglieder Karin Lochte, Peter Herzig und Michael Bruno Klein an sowie Oliver Zielinski (ICBM, Universität Oldenburg) (für DAM). Aufseiten von KDM sind Ulrich Bathmann, KDM-Vorstandsvorsitzender (IOW), Nils Goseberg (Forschungszentrum Küste), Helmut Hillebrand (Universität Oldenburg), Karin Kammann-Klippstein (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie), sowie KDM-Geschäftsführer Stefan Fritz Mitglieder der AG.

Am 24. Oktober hat die AG erstmals getagt – unter zusätzlicher Teilnahme von Corinna Schrum (HZG) und Karen Wiltshire (AWI) für KDM – und konstruktive Vorschläge für den gemeinsamen Pfad gemacht, die in den Vereinen besprochen und weiterentwickelt werden.

Auftaktveranstaltung im Futurium

Mit der Einrichtung seiner Gremien kann der Verein jetzt richtig „loslegen“. Am 12. Februar 2020 findet die zweite Mitgliederversammlung statt. Und am 3. März stellt sich DAM mit einer Auftaktveranstaltung im Futurium – Haus der Zukünfte in Berlin bei Gästen aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vor.

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Unsere Förderer

Die Bundesregierung und die Regierungen der fünf norddeutschen Bundesländer unterstützen den derzeitigen Aufbau und fördern die DAM. Zusätzlich wird die DAM durch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren unterstützt.

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