PRESSEMITTEILUNG | 16.02.2022

Hilfe für Meer und Küste

Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) untersucht Auswirkungen der Nutzung mariner Räume

Mit dem Kick-off-Meeting am 17. und 18. Februar erfolgt jetzt der offizielle Start für die zweite Forschungsmission sustainMare „Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume“ der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM). Sie analysiert unsere Nutzung von Meer und Küste. Meeresspiegelanstieg, Erwärmung und Versauerung der Meere sorgen zusammen mit der Verschmutzung und Übernutzung der Ökosysteme für tiefgreifende Probleme. Zwei Pilotvorhaben und fünf Verbundprojekte untersuchen die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Nutzung und Belastung von Nord- und Ostsee. Das Ziel: Handlungsempfehlungen für Nutzerinnen und Nutzer, Entscheiderinnen und Entscheider liefern.

Nahrungsgeber, Energielieferant, Rohstoffträger, Urlaubsziel und Transportweg. Meer und Küste werden vielgestaltig gebraucht und genutzt. Gleichzeitig beherbergen sie eine einzigartige biologische Vielfalt, die für das Ökosystem Küste essentiell ist. SustainMare, die zweite DAM-Forschungsmission, ist Anfang Dezember 2021 gestartet, um diesen Themenkomplex zu untersuchen. Über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden dazu ihren Beitrag leisten. Der Fokus liegt auf Konzepten und Implementierungen für eine am Gemeinwohl orientierte, den Wohlstand sichernde und umweltschonende Nutzung von Meeres- und Küstengebieten. Außerdem will die DAM-Mission Artenvielfalt und natürliche Lebensräume schützen helfen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Mission mit rund 25 Millionen Euro über einen ersten Zeitraum von drei Jahren.

Küste und Meere im Blick
Die DAM-Forschungsmission betrachtet die Nutzung der deutschen Küsten. Foto: Hereon/ Data from ESA MERIS

Die Effekte von Nutzung und Übernutzung können sich gegenseitig verstärken und zu ökologischen, aber auch zu gesellschaftlichen Krisen führen. „Die Mission will die Nutzung und Belastung mariner Räume analysieren und einordnen. Unsere fundierte wissenschaftliche Beratung soll eine Grundlage für Entscheider aus Politik, Behörden und Wirtschaft sein“, sagt Professor Corinna Schrum, Leiterin des Hereon-Instituts für Küstensysteme – Analyse und Modellierung und Sprecherin der Mission. Die Mission will ferner gesellschaftliche Optionen entwickeln für eine ausgewogene Nutzung und einen nachhaltigen Schutz, die nur unter Einbeziehung der verschiedenen Stakeholder, Nutzergruppen und der Öffentlichkeit entwickelt werden können.

SustainMare fokussiert drei Themenbereiche. Erstens: Konzepte zur Verminderung der Auswirkungen der Nutzung und menschengemachter Belastungen auf marine Ökosysteme und Biodiversität. Zweitens: Konzepte zur Vermeidung und Verminderung von Meeresverschmutzung. Und drittens: Modellgestützte Untersuchungen zukünftiger Nutzungsszenarien und Analysen möglicher Management Optionen. Inbegriffen sind aktuelle Probleme wie die Nutzung alternativer Energiequellen, die Belastung durch Munitionsaltlasten oder die Krise in der Fischerei. Die fünf Projekte CREATE, iSEAL, SpaCeParti, CONMAR und CoastalFutures bilden zusammen mit den beiden Pilotprojekten MGF Nordsee und MGF Ostsee die Forschungsmission in Gänze. Neben der Koordination der Mission verantwortet das Helmholtz-Zentrum Hereon auch das Projekt CoastalFutures.

Die weiteren Projekte werden durch das Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (MGF-Nordsee), das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (MGF-Ostsee), den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (iSeal), die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (SpaCeParti), die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (CREATE) und das GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel (CONMAR) koordiniert. In der sustainMare Forschungsmission arbeiten verschiedene wissenschaftliche Fachdisziplinen und Fachleute aus insgesamt mehr als 40 Instituten, Behörden, NGOs etc. eng zusammen.

Weitere Informationen


Kontakt


Kai Hoppe Koordination Tel: +49 (0) 4152 87-1830

E-Mail Kontakt

Institut für Küstensysteme – Analyse und Modellierung
Helmholtz-Zentrum Hereon

Christoph Wöhrle Pressereferent Tel: +49 (0) 4152 87-1648

E-Mail Kontakt

Kommunikation und Medien
Helmholtz-Zentrum Hereon

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