NEWS | 01.12.2020

Meer-Wissen über Unterwasserlärm

Wissensclip macht Problematik Unterwasserlärm online erlebbar

01.12.2020 Als Teil der Wissenschaftskommunikation des internationalen Projektes „Hearing in Penguins“ veröffentlicht das Deutsche Meeresmuseum Stralsund, ein Mitglied der DAM, nun in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin und dem Umweltbundesamt einen Wissensclip über Unterwasserlärm.

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund weist seit einiger Zeit unter dem Titel „Kein Lärm Meer“ auf die Problematik Unterwasserlärm in seinem Standort OZEANEUM hin. Es veranschaulicht damit, wie der zunehmende künstliche Geräuschpegel den Lebensraum der Meerestiere bedroht und zerstört. „Viele Meerestiere, hier besonders Wale und Delfine, nutzen Geräusche zur Nahrungs- und Partnersuche, Orientierung, Kommunikation oder zum Schutz vor Feinden. Doch Meerestiere werden immer häufiger durch vom Menschen verursachten Lärm gestört, bedrängt und verletzt“ gibt Walforscher und Museumsdirektor Dr. Harald Benke zu bedenken. Der animierte Wissensclip, der in Deutsch und Englisch verfügbar ist, stellt in verständlicher Weise dar, welche Geräuschquellen es im Meer gibt und warum menschengemachter Lärm so bedrohlich für die Tiere ist. Zugleich zeigt er aber auch Lösungswege auf, wie Lärm erheblich reduziert werden kann.

„Mit dem Video wollen wir vermitteln, dass Lärm im Meer ein ernst zu nehmendes Problem ist, das jeden angeht. Jeder ist ein Teil dieser Problematik. Das Schöne ist aber, dass durch bewusstes Verhalten und nachhaltige Entscheidungen auch jeder ein Teil der Lösung des Problems sein kann“, sagt Projektleiter und Bioakustiker Dr. Michael Dähne.

Am 1. Dezember 1959 wurde der Antarktis-Vertrag von zwölf Staaten unterzeichnet und trat am 23. Juni 1961 in Kraft. Das Abkommen wurde vorrangig zum Schutz der Region getroffen. So darf die Antarktis ausschließlich friedlich genutzt werden, etwa zur Forschung. Von Deutschland ausgehende wissenschaftliche, wirtschaftliche und touristische Unternehmungen in der Antarktis müssen vom Umweltbundesamt genehmigt werden. In dem vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) geförderten Projekt „Hearing in Penguins“, bei dem das Hörvermögen von Pinguinen untersucht wird, möchten die Wissenschaftler*innen insbesondere auf das globale Problem Unterwasserlärm aufmerksam machen. Ziel ist es, über die vielfältigen Auswirkungen auf Meerestiere zu informieren und Menschen somit für die Thematik zu sensibilisieren.

Links zum Film:
https://youtu.be/8DTh96yaHL0 (DE)
https://youtu.be/0DtvfX8L0dU (EN)

Weitere Informationen über Unterwasserlärm:
www.deutsches-meeresmuseum.de/kein-laerm-meer/
https://unterwasserlaerm.museumfuernaturkunde.berlin/
https://animalaudiograms.museumfuernaturkunde.berlin/

Kontakt:

Diana Meyen
Pressesprecherin
E-Mail: presse(at)meeresmuseum.de

Grafiken: Screenshot aus dem Wissensclip „Unterwasserlärm: Ursachen, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen“/Deutsches Meeresmuseum

Seite teilen

Newsletter

Immer aktuell informiert mit dem DAM-Newsletter.

Unsere Förderer

Die Bundesregierung und die Regierungen der fünf norddeutschen Bundesländer unterstützen den derzeitigen Aufbau und fördern die DAM. Zusätzlich wird die DAM durch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren unterstützt.

Diese Website verwendet Cookies

Wir weisen Sie darauf hin, dass diese Seite nur Cookies folgender Anbieter verwendet, um die Benutzerfreundlichkeit unserer Webseite zu gewährleisten und eine hohe Funktionalität der Webseite zu garantieren. Wählen Sie aus, welche Cookies Sie akzeptieren möchten, oder klicken Sie auf Ablehnen, um alle Cookies zu entfernen.

Cookies auswählen