steht für conductivity, temperature, and depth (engl.)
CTD
Um die gesamte Wassersäule, von der Oberfläche bis zum Meeresgrund, auf viele unterschiedliche Messparameter untersuchen zu können, kommen CTD-Sonden zum Einsatz. CTD steht für die englischen Begriffe für Leitfähigkeit, Temperatur und Wassertiefe. Diese stellen die elementarsten Messgrößen in der Meeresforschung dar, weil sich aus ihnen weitere Parameter wie Salzgehalt oder Schallgeschwindigkeit berechnen lassen. Darüber hinaus wird eine CTD-Sonde in Form einer sogenannten Rosette normalerweise um weitere Sensoren, beispielsweise zur Sauerstoff- oder Chlorophyllbestimmung, erweitert. Auch Wasserschöpfer zur Beprobung präzise definierbarer Wassertiefen kommen innerhalb einer Rosette zum Einsatz. Mit dieser Funktionalitätsbandbreite und Flexibilität stellt die CTD häufig einen zentralen Eckstein in jeder ozeanographischen Fragestellung dar.
Auf den deutschen Forschungsschiffen kommen Systeme mit Sensoren der Firma Sea-Bird Scientific zum Einsatz. Diese bestehen aus einer SBE9/11+ Haupteinheit, zusammen mit Doppelsensorik der Parameter Temperatur (SBE3), Leitfähigkeit (SBE4) und Sauerstoff (SBE43). Dazu werden ECO-FLNTU und ECO-PAR Sensoren eingesetzt, um verschiedene biologische Parameter zu messen. Die genaue Sensorzusammensetzung kann sich jedoch von Schiff zu Schiff unterscheiden.
Zuständiger Data Steward für die CTD-Daten ist Emil Michels vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Warnemünde. Er hat einen Hintergrund in Biochemie und Informatik. Zu seinen Aufgaben gehört die Publikation von prozessierten und Qualitäts-kontrollierten Daten und die Weiter-)Entwicklung von Software zur standardisierten Messung, Validierung, Prozessierung, Visualisierung und Veröffentlichung von CTD-Daten. Darüber hinaus ist er der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen rund um CTD-Daten.