Nachhaltige Ozeanbeobachtungen
Veränderungen messen
Die Strategiegruppe Nachhaltige Meeresbeobachtungen fungiert als zentrale Anlaufstelle für die deutsche Meeresbeobachtungsgemeinschaft mit dem Ziel, die nationale Koordination der Meeresbeobachtungsbemühungen zu stärken und die große und heterogene Gruppe von beteiligten Institutionen und Personen unter einem gemeinsamen Dach zu verbinden.
Die Erhebung von Meeresdaten in Deutschland orientiert sich an wissenschaftlichen Anforderungen, berücksichtigt aber auch Monitoringaspekte. Solche Bemühungen werden hauptsächlich auf nationaler Ebene mit Beiträgen europäischer Projekte und Initiativen finanziert. Sie werden von Hochschulen, Forschungseinrichtungen wie Helmholtz, Leibniz oder Senckenberg und Bundesbehörden mit maßgeblicher finanzieller und logistischer Unterstützung durch Bundesministerien (BMBF, BMVI, BMWK, BMUV) durchgeführt. Ein Schwerpunkt der Gruppe ist die Abstimmung und Integration der nationalen Beobachtungsstrategien Deutschlands mit europäischen und globalen Beobachtungsinitiativen wie dem Global Ocean Observing System (GOOS), da eine umfassende und nachhaltige Beobachtung des offenen Ozeans nur durch gemeinsame, globale Anstrengungen erreicht werden kann.
Die Strategiegruppe befasst sich mit aktuellen und zukünftigen Beobachtungsbedürfnissen und den damit verbundenen technologischen Herausforderungen.
Ziele
- Vertretung und Kontaktstelle der deutschen Meeresbeobachtungsaktivitäten gegenüber nationalen, europäischen und internationalen Interessengruppen;
- Förderung des Austauschs von Metadaten und Daten aus Beobachtungsaktivitäten in nationalen, europäischen und internationalen Datenzentren und Aggregatoren (z.B. Seadatanet, EMODnet, CMEMS);
- Unterstützung der Integration nationaler Beobachtungsaktivitäten und –Daten in europäische und internationale Erdbeobachtungsprogramme (z. B. GCOS/GOOS, WMO, DOOS, BluePlanet) und damit Stärkung ihrer nationalen und internationalen Sichtbarkeit;
- Unterstützung der wissenschaftsgetriebenen Forschung und Entwicklung innovativer Beobachtungstechniken, Technologien und Methoden durch den privaten und öffentlichen Sektor. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung neuer Sensoren und autonomer Fahrzeuge;
- Stärkung des Betriebs und der Bereitstellung von Meeresforschungsinfrastrukturen (z.B. geeignete Plattformen, Schiffe) in Küsten- und offenen Meeresgebieten, um Forschungsprojekten und Technologieentwicklungen einen dauerhaften Zugang zu ermöglichen;
- Entwicklung von Strategien und Empfehlungen zur Verbesserung, Erweiterung und Optimierung des Datenerhebungsprozesses als wichtige Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen aufgrund von Veränderungen des Klimas und des Erdsystems insgesamt sowie der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen einschließlich Biodiversität;
- Beitrag zur Entwicklung strategischer Prozesse und Roadmaps, einschließlich der Identifizierung und Umsetzung potenzieller Finanzierungsmöglichkeiten.
Zum Thema
Ocean Observing | German Contributions
Nachhaltige Ozeanbeobachtung ist für unser Verständnis von Ozean und Klima unerlässlich. Observatorien liefern langzeit Informationen, um gesellschaftliche Bedarfe zu adressieren und neuen Herausforderungen zu begegnen. In Deutschland tragen verschiedene Institutionen auf verschiedene Art und Weise zur globalen Ozeanbeobachtung bei. Sie stellen Daten bereit, koordinieren Projekte und entwickeln nachhaltige Strategien. Erfahren Sie mehr über diese Beiträge..
ZUR STORYMAP [in English]
Ocean Observing | Past, Present & Future
Der für den Handel und die Fischerei so bedeutende Atlantik ist eine der wichtigsten Schutzbarrieren der Natur gegen den Klimawandel. Doch obwohl sämtliche Erkenntnisse auf eine beschleunigte Erwärmung, eine zunehmende Versauerung und eine verlangsamte Meereszirkulation hinweisen, werden Initiativen zur Überwachung dieser Veränderungen und zur Vorhersage der diesbezüglichen Auswirkungen weiterhin nur punktuell durchgeführt. Lernen Sie mehr …
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