Forschungsschiff auf dem Ozean aus der Vogelperspektive

Meere Online

Das Informationsportal der deutschen Meeresforschung

Die DAM entwickelt das Informationsportal „Meere Online“ mit wissenschaftsbasierten Informationen zu gesellschaftlich relevanten Meeresthemen. Das Portal vernetzt und bündelt die Expertise der deutschen Meeresforschung. Allgemein verständliche Informationen können bedarfsorientiert gefunden und zusammengestellt werden. Im Fokus steht der nachhaltige Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeane. Das Portal richtet sich an alle, die beim Thema Meere und Klima, Naturleistungen, Nutzungen und Nachhaltigkeitsziele mitreden und entscheiden wollen. Meere Online ist Ende 2024 verfügbar.

Der nachhaltige Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen, zu denen die Küsten, Meere und Ozeane als größter Lebensraum der Erde maßgeblich gehören, ist eine gesellschaftliche Herausforderung und eine Zukunftsfrage für die Menschheit. Die Klima- und Umweltkrise geht jeden Einzelnen an. Welche Wege zu mehr Nachhaltigkeit führen, ist nicht nur eine Frage an die Wissenschaft und die Politik, sondern an die gesamte Gesellschaft. Das Portal „Meere Online“ möchte dazu einen Beitrag leisten mit bedarfsorientierten Informationen aus der Meeresforschung für Stakeholder aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und für alle Interessierten.

Karte der Mitglieder der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM)
Karte der DAM-Mitgliedseinrichtungen | ©Carolin Rankin

Das Informationsportal wird in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der deutschen Meeresforschung entwickelt. In Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wird eine KI-gestützte semantische Suchfunktion entwickelt, die das schnelle und gezielte Auffinden relevanter, wissenschaftsbasierter Informationen ermöglicht. In Kooperation mit dem Informationsdienst Wissenschaft (idw) werden außerdem Meldung aus der Meeresforschung thematisch suchbar zur Verfügung gestellt.

Die Themen

Das Portal „Meere Online“ bildet eine übergreifende thematische Klammer, die Schwerpunkte der deutschen Meeresforschung umfasst – von den Küstenregionen bis in den offenen Ozean und die Tiefsee, von den Tropen bis in die Polarregionen. Übergreifend werden die Vernetzung von Land und Meer sowie die Wechselwirkungen zwischen Menschen und Meeren thematisiert und daraus folgend der nachhaltige Umgang mit den Meeren adressiert. Das Themenspektrum ist vielfältig:

Die Küsten, Meere und Ozeane sind Heimat von Millionen von Meereslebewesen – den entscheidenden „Leistungsträgern“ für die Ökosystemleistungen dieser Lebensräume. Sie liefern Sauerstoff zum Atmen und Nahrung für mehr als ein Drittel der Menschheit. Wenn Arten stark dezimiert werden oder aussterben und damit ihre ökologischen Funktionen entfallen, kann das gravierende Folgen haben.

Der Ozean reguliert das Klima und bremst die globale Erwärmung, indem er einen großen Teil jener Wärme aufnimmt, die aufgrund menschengemachter Treibhausgasemissionen entsteht. Dadurch steigen jedoch die die Meeresspiegel und die Wassertemperaturen, außerdem versauert das Wasser – all das hat Folgen: für die Meereslebewesen ebenso wie den Menschen.

Fische und andere Meereslebewesen sind eine wichtige Nahrungsressource für die Menschen. Hinzu kommen der Abbau von Rohstoffen, der Bau von Anlagen zur Energiegewinnung und der Schiffsverkehr. Außerdem suchen immer mehr Menschen Erholung auf Kreuzfahrten und an den Küsten. Die zunehmende Nutzung belastet die marinen Ökosysteme.

Die zunehmende Verschmutzung durch Müll und Schadstoffe belasten die Meere erheblich. Besonders sichtbar sind Fluten von Plastikmüll an den Stränden oder verölte Seevögel nach einem Tankerunfall. Doch die meisten Umweltprobleme treten nicht so offen zutage, sondern fernab von der Küste und verborgen unter der Meeresoberfläche.

Der Mensch hat auch im Ozean Grenzen gesetzt und Zonen geschaffen, in denen Besitzansprüche auf bestimmte Gebiete und ihre Ressourcen geregelt sind. Aber die Meeresströmungen transportieren Wassermassen, Lebewesen, Schadstoffe und Müll über Grenzen hinweg und bis in entlegene Gebiete. Erfolgreiches Meeresmanagement braucht daher gemeinschaftliche Lösungen, die auf den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Küsten, Meere und Ozeane abzielen.

Die Meerestechnik bildet nicht nur das unverzichtbare Rückgrat der Forschung, sondern ist auch eine wesentliche Schnittstelle zur Wirtschaft. Technologietransfer und Kooperationen fördern Innovationen und treiben die Entwicklung von Technologien voran, die für eine nachhaltige Nutzung der Meere erforderlich sind.

Das digitale Informationsportal ist ein offizieller Beitrag zur EU Mission  Restore our Ocean and Waters. Ziel der Mission sind gesunde Ozeane, Meere, Küsten- und Binnengewässer. Der Weg dorthin führt über eine neue Sichtweise: Wir müssen als Gesellschaft verstehen, dass unsere Ozeane und Gewässer einen (über-)lebenswichtigen Wert für uns haben, den wir aktiv erhalten müssen statt ihn zu zerstören.

Vorbereitet wird außerdem die Registrierung als Projekt der UN-Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung, 2021-2030.

Das Projekt wird gefördert von den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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