Ein Schwarm Fische schwimmt im Meer

Nachhaltigkeit

im Kontext der DAM

Wir stärken den nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen durch Forschung, Datenmanagement und Digitalisierung, Infrastrukturen und Transfer.

MISSION STATEMENT DER DAM
Die Aktivitäten der Deutschen Allianz Meeresforschung zielen darauf ab, den nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen zu stärken. Doch was bedeuten die Begriffe “nachhaltig” oder “Nachhaltigkeit” in diesem Zusammenhang? Welche Konzepte, Strategien und Zielsetzungen sind maßgeblich, wenn es um Schutz und nachhaltige Nutzung von Küsten, Meeren und Ozeanen geht? In der folgenden Übersicht sind dazu Informationen zusammengestellt, die den Handlungsrahmen für die Aktivitäten der DAM zeigen.

Meere und Ozeane spielen eine zentrale Rolle für globale Klimaprozesse, zählen zu den bedeutendsten Ökosystemen der Erde und beeinflussen das Leben von Millionen Menschen unmittelbar. Sie sind erheblichen vom Menschen verursachten Belastungen ausgesetzt und zugleich eng mit der menschlichen Kultur verwoben. Sie sind Nahrungs- und Rohstoffquelle, Handelsrouten, Sehnsuchtsorte und Inspirationsquelle auch für Menschen, die fernab von den Küsten leben.

Der nachhaltige Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen, mit unseren Küsten, Meeren und Ozeanen, ist eine gesellschaftliche Herausforderung und eine Zukunftsfrage für die Menschheit. Wie eine nachhaltige Entwicklung aussehen sollte und erreicht werden kann, ist eine Frage an die Wissenschaft, an die Politik, an die Wirtschaft und an die gesamte Gesellschaft.

Die DAM bietet eine übergreifende thematische Klammer, die alle Schwerpunkte der deutschen Meeresforschung umfasst – von den Fluss- und Küstensystemen bis in den offenen Ozean und die Tiefsee, von den Tropen bis in die Polarregionen. Alle Meeresökosysteme sind vielfältig miteinander vernetzt und stehen in ständigem Austausch. Die DAM stellt Meeresthemen in den Kontext von vorsorgendem Handeln mit dem Fokus auf Schutz und nachhaltiger Nutzung der Meere.

Den thematischen Rahmen bilden die globalen Herausforderungen in Bezug auf Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt sowie die meeresbezogenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN), die auch im Fokus der UN-Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung 2021 bis 2030 stehen. Ein wichtiger Kontext ist auch die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele auf nationaler und europäischer Ebene.

Die Symbole der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG)
Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG) | Bild: UNDP

Mit der im Jahr 2015 verabschiedeten Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft unter dem Dach der Vereinten Nationen zu 17 globalen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung und eine bessere Zukunft verpflichtet (Sustainable Development Goals: SDG).

Leitbild der Agenda 2030 ist es, weltweit ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren. Die miteinander in Wechselwirkung stehenden Nachhaltigkeitsziele adressieren daher ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte. Dabei unterstreicht die Agenda 2030 die gemeinsame Verantwortung aller Akteure: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft – und jedes einzelnen Menschen. Die Umsetzung dieser globalen Ziele soll auf regionaler Ebene erfolgen, daher arbeiten u.a. auch die EU und die Bundesregierung an ihrer Umsetzung.

Das Nachhaltigkeitsziel 14 zielt darauf ab, Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu erhalten und nachhaltig nutzen. Kernziele sind:

  • Meeresverschmutzung und Nährstoffbelastung verhüten und erheblich verringern
  • Meeres- und Küstenökosysteme nachhaltig bewirtschaften und schützen
  • Versauerung der Ozeane auf ein Mindestmaß reduzieren und ihre Auswirkungen bekämpfen
  • Fangtätigkeit wirksam regeln, die Überfischung, die illegale, ungemeldete und unregulierte Fischerei und zerstörerische Fangpraktiken beenden
  • Mindestens 10 Prozent der Küsten- und Meeresgebiete schützen und erhalten
  • Fischereisubventionen untersagen, die zu Überkapazitäten und Überfischung beitragen
  • Nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen durch kleine Inselentwicklungsländer und die am wenigsten entwickelten Länder fördern
  • Wissenschaftlichen Kenntnisse vertiefen, Forschungskapazitäten ausbauen, Meerestechnologien weitergeben
  • Zugang der handwerklichen Kleinfischer zu den Meeresressourcen und Märkten gewährleisten
  • Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ozeane und ihrer Ressourcen verbessern durch die Umsetzung des UN-Seerechtsübereinkommens.

 

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur internationalen Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen.

Gemeinsam sollen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft an der erfolgreichen Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele arbeiten – für das „Leben unter Wasser“ und für die Menschen, die von und mit den Meeren leben. Ziel ist, eine Trendwende zu schaffen: Der Gesundheitszustand der Küsten, Meere und Ozeane soll sich nicht noch weiter verschlechtern, sondern wieder verbessern.

 

Die Bundesregierung bekennt sich zum Leitprinzip der Nachhaltigkeit. Grundlage für die aktuelle Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung ist die Agenda 2030.

2002 legte die Bundesregierung die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie vor. Die Strategie und die einzelnen Maßnahmen werden fortlaufend weiterentwickelt. Das Konzept dient als Handlungsanleitung für eine umfassende zukunftsfähige Politik. Aktualisiert wurde die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie zuletzt 2021, verfügbar als Kurzfassung und Langfassung.

Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie adressiert alle 17 Nachhaltigkeitsziele und beinhaltet damit auch Zielsetzungen zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung von Ozeanen, Meeren und Meeresressourcen.

Für die Nordsee und die Ostsee geht es etwa um eine Verringerung der Nährstoffbelastung sowie um eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände. Mit der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie wurde ein einheitlicher Ordnungsrahmen für den Umweltzustand der Meeresgewässer der Mitgliedstaaten der Europäischen Union geschaffen, der in Deutschland gemeinsam von Bund und Ländern umgesetzt wird. Darüberhinaus engagiert sich Deutschland auch auf internationaler Ebene für einen nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen.

Das Konzept der Europäischen Union für nachhaltige Entwicklung adressiert, wie die EU die Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten umsetzt.

In diesem umfassenden Konzept kommen wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte zum Tragen, die sich gegenseitig verstärken. Klimawandel und Umweltzerstörung werden existenzielle Bedrohungen für Europa und die Welt adressiert. In diesem Kontext steht auch der europäische “Green Deal”, ein  Fahrplan, mit dem sich die EU klima- und umweltpolitischen Herausforderungen stellt und der den Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten, wettbewerbsfähigen Wirtschaft ermöglichen und für alle gerecht und inklusiv gestalten soll.

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Die Bundesregierung und die Regierungen der fünf norddeutschen Bundesländer unterstützen den derzeitigen Aufbau und fördern die DAM. Zusätzlich wird die DAM durch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren unterstützt.

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