Neues zur Radioaktivität von Manganknollen
In einer neuen Studie vom 4. September 2025 hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gemeinsam mit externen Fachleuten die tatsächlichen Gefahren durch die natürliche Radioaktivität von Manganknollen wissenschaftlich und strahlenschutzfachlich korrekt eingeordnet.
Eine im Mai 2023 veröffentlichte Studie hatte auf das Überschreiten von Freigrenzen aus der Strahlenschutzverordnung hingewiesen und vor möglichen gesundheitlichen Gefahren im Umgang mit Manganknollen gewarnt. Eine neue Studie, die unter Beteiligung der BGR im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht wurde stellt klar: Für die Bewertung der tatsächlichen Risiken durch natürliche Radionuklide in Manganknollen ist nach Strahlenschutzgesetz die effektive Körperdosis unter realistischen Arbeitsbedingungen entscheidend. So zeigen die Untersuchungen, bei denen die BGR mit den Sachverständigenorganisationen IAF-Radioökologie GmbH und Nuclear Control & Consulting GmbH sowie dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kooperierte, dass sowohl für Forschungsarbeiten im Labor als auch für zukünftige industrielle Aktivitäten beim Tiefseebergbau grundsätzlich keine Gesundheitsrisiken bei Tätigkeiten mit Manganknollen bestehen.
Die Pressemitteilung der BGR (siehe unten) beinhaltet direkten Zugriff auf die beiden peer-review Publikationen und die beiden Berichte (jeweils in Deutsch und Englisch).
Die KDM-Strategiegruppe Marine Mineralische Rohstoffe hatte im September 2023 in Antwort auf die erste Studie eine Stellungnahme veröffentlicht.