Unter Wasser im Meer

Meere als Kohlenstoffspeicher

Forschungsmission

Die Ozeane enthalten mehr als 50-mal so viel Kohlenstoff wie die Atmosphäre. Bislang haben sie wesentlich zur Minderung anthropogen verursachter CO2-Effekte beigetragen, indem sie etwa ein Viertel der der anthropogenen CO2-Emissionen aufgenommen und gespeichert haben. Es wird jedoch erwartet, dass der Anteil der ozeanischen CO2-Speicherung abnimmt, da durch Erwärmung, Versauerung, Abnahme des Sauerstoffgehalts und andere vom Menschen verursachte Störungen die physikalischen, chemischen und biologischen Fähigkeiten des Ozeans zur Aufnahme von CO2 beeinträchtigt werden.

Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer dringenden Emissionsreduzierung, allerdings erfordern alle – im Sonderbericht des Weltklimarats von 2018 skizzierten Wege zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad – zusätzlich die aktive Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre (ca. 1Gt CO2/ Jahr). Aktuelle Szenarien des Weltklimarats konzentrieren sich im Allgemeinen auf landgestützte Methoden zur Entfernung von CO2, die allein jedoch kaum ausreichend sein werden die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. Das Wissen darüber, wie der Ozean als ein Pfad zur Dekarbonisierung genutzt werden könnte, ist begrenzt. Angesichts der Dringlichkeit gesellschaftlicher Entscheidungen über tragfähige Klimaschutzstrategien, ist diese Frage jedoch von großer gesellschaftlicher Relevanz.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt daher eine Forschungsmission zum Thema „Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Dekarbonisierung“ zu fördern. Die Mission wird untersuchen, ob und inwieweit der Ozean eine wesentliche und nachhaltige Rolle bei der Aufnahme und Speicherung von CO2 aus der Atmosphäre spielen kann. Darüber hinaus werden Zusammenhänge mit und Auswirkungen auf die Meeresumwelt, das Erdsystem und die Gesellschaft ermittelt.

Bei der Analyse und Bewertung von Maßnahmen zur Erhöhung der CO2– Aufnahme und -Speicherung durch das Meer werden sowohl Risiken als auch Nutzen berücksichtigt und ihre potenziellen sowie wirtschaftlichen, politischen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen und Auswirkungen bewertet. Um das zu erreichen ist eine transdisziplinäre und interdisziplinäre Herangehensweise sowie ein enger Dialog mit Stakeholdern erforderlich. Durch die Bereitstellung konkreter Handlungsempfehlungen sowie die konsequente Umsetzung von Maßnahmen des Wissenstransfers und der Datenbereitstellung soll die spätere Nutzung der Ergebnisse in Politik und Gesellschaft sichergestellt werden.

Die Forschungsmission “Marine Kohlenstoffspeicher als Weg zur Dekarbonisierung” wird voraussichtlich 2021 starten.

Ausführlicher Text zum Missionsvorschlag “Research Mission Marine Carbon Sinks in Decarbonization Pathways”:

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