Überblick

Die Deutsche Allianz Meeresforschung

Meere und Ozeane spielen eine zentrale Rolle für globale Klimaprozesse, zählen zu den bedeutendsten Ökosystemen der Erde und beeinflussen das Leben von Millionen von Menschen. Es besteht ein großer Bedarf an Wissen darüber, wie die Meere geschützt und ihre Nutzung durch den Menschen nachhaltiger gestaltet werden kann. 2019 hat die deutsche Meeresforschung gemeinsam mit dem Bund und den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) gegründet. Damit hat Deutschland eine der weltweit größten marinen Forschungsallianzen ins Leben gerufen.

Michael Meister Deutsche Allianz Meeresforschung DAM
Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, spricht bei der Auftaktveranstaltung der DAM im März 2020. | Bild: DAM/Dirk Enters

„Das Meer, so wie wir es kennen, ist massiv bedroht.“ Mit deutlichen Worten begründete Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, das Engagement der Bundesregierung für die Meeresforschung und die DAM. Das Ziel: „Wir wollen nicht nur exzellente Forschung möglich machen. Wir wollen das Wissen auch in die Umsetzung bringen.“

Björn Thümler bei der Deutsche Allianz Meeresforschung DAM
Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, bei der Auftaktveranstaltung der DAM. | Bild: DAM/Dirk Enters

„Meeresschutz, Küstenschutz und Klimaschutz stellen einen kraftvollen Dreiklang dar, der gerade für die norddeutschen Länder wichtig ist“, sagte Björn Thümler, der als Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen auch für die norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sprach. Sein Appell: „Daher kann ich nicht nur als Minister, sondern auch als Küstenbewohner den beteiligten Forscherinnen und Forschern nur zurufen: Nutzen Sie die Chancen dieser Allianz, um Neues zu entdecken und mitzuhelfen, die richtigen Antworten auf den Klimawandel zu finden.“

Unsere Ziele

Ziel der DAM ist es, den nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen durch Forschung, Datenmanagement und Digitalisierung, Infrastrukturen und Transfer zu stärken. Dafür erarbeitet die DAM gemeinsam mit ihren Mitgliedseinrichtungen lösungsorientiertes Wissen und vermittelt Handlungsoptionen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Unser Film

zeigt die Meere, die Meeresforschung und welche Rolle die Deutsche Allianz Meeresforschung in diesem Zusammenhang spielt:

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UNSERE KERNBEREICHE

Forschungsmissionen: Wissen für Entscheidungen

Die DAM entwickelt und koordiniert lösungsorientierte Forschungsmissionen zu aktuellen, gesellschaftlich relevanten Fragen, in denen wissenschaftsbasierte Entscheidungsoptionen für einen nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen erarbeitet werden. Die Auswahl und Durchführung der Forschungsmissionen erfolgt im Austausch mit Stakeholdern. Aktuell wurden zwei Themen ausgewählt: Meere schützen und nachhaltig nutzen: Optionen, Konzepte und Strategien sowie Meere als Kohlenstoffspeicher: Ein Beitrag zum Klimaschutz.

Kim Detloff bei der Deutsche Allianz Meeresforschung DAM
Kim Detloff, Leiter Meeresschutz beim NABU e.V., bei der DAM Auftaktveranstaltung im März 2020. | Bild: DAM/Dirk Enters

Von der DAM erhofft sich Kim Detloff, Leiter Meeresschutz beim NABU e.V., „dass diesem Auftakt ganz viele Angebote für den Dialog folgen, für Partizipation, für gemeinsame Fragestellungen und Forschungsinhalte. Ich wünsche mir auch, dass es Koordination über die DAM gibt, dass darüber ein Diskurs innerhalb der Wissenschaften geführt wird, gerade wenn es um marines Geoengineering geht.“

Datenmanagement und Digitalisierung: Strategien für die Meeresforschung

Gemeinsam mit den Mitgliedseinrichtungen erarbeitet die DAM ein integriertes und verlässliches Datenmanagementkonzept für die Forschungslandschaft. Sie unterstützt einen offenen Zugang zu Meeresforschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien (auffindbar, zugänglich, interoperabel, wiederverwendbar). Ziel ist die Generierung eines Mehrwerts für Wissenschaft und Innovation durch den offenen Zugang und die Integration von qualitätsgesicherten Forschungsdaten über Disziplingrenzen hinweg. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Aktivitäten der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI).

Infrastrukturen: Konzepte für eine effiziente Nutzung

Die deutsche Meeresforschung verfügt mit ihren Forschungsschiffen und -stationen, Unterwasserfahrzeugen, Observatorien und Flugzeugen über einzigartige Forschungsinfrastrukturen. Um eine effiziente Nutzung dieser Infrastrukturen zu ermöglichen, entwickelt die DAM übergreifende Nutzungs- und Betriebskonzepte. Der Betrieb der Infrastrukturen bleibt Aufgabe der Einrichtungen.

Transfer: Wissen wirksam machen

Erkenntnisse aus der Wissenschaft werden gesellschaftlich wirksam, wenn sie zu Innovationen, Entwicklungen, Entscheidungsfindungen oder Wissenszuwachs außerhalb der Forschung führen. Zugleich können gesellschaftlich relevante Fragen und Sicht-weisen durch einen Austausch mit Nicht-Wissenschaftlern in die Forschung einfließen. Der Transfer wissenschaftlicher Erkennt-nisse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist daher ein wesentliches Element der DAM.Die DAM bündelt die Expertise der deutschen Meeresforschung zum nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen und sorgt für einen zielgruppengerechten Wissensaustausch. Außerdem erarbeitet die DAM Strategien für Kooperationen mit der Wirtschaft, Nachwuchsförderung und den Aufbau von Wissenspartnerschaften.

Norbert Brackmann bei der Deutsche Allianz Meeresforschung DAM
Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Bundestagsabgeordneter, bei der DAM Auftaktveranstaltung im März 2020. | Bild: DAM/Dirk Enters

Norbert Brackmann, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, hielt es für „geradezu zwingend, dass wir so früh wie möglich anfangen, Chancen und Risiken – zum Beispiel der Offshore-Windenergie – wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen und abzuwägen. Das ist das, was wir als Politik machen können, auch müssen: Abwägen, Alternativen darstellen, und dann auch zu schlüssigen Entscheidungen kommen.“

Ulrich Schnabel bei der Deutsche Allianz Meeresforschung DAM
Ulrich Schnabel, Wissenschaftsredakteur bei DIE ZEIT, auf dem Podium | Bild: DAM/Dirk Enters

Ulrich Schnabel, Wissenschaftsredakteur bei DIE ZEIT, wünscht, „dass durch die Gründung der DAM eine neue Dimension entsteht, die über die einzelnen Forschungsinstitute hinausgeht, eine neue Dynamik. Dass die DAM zum Beispiel überlegt: Was können wir zu der UN Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung beitragen, das für die Öffentlichkeit relevant ist?“

unsere Satzung

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Unsere Verwaltungsvereinbarung

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Unsere Kurzdarstellung (Flyer)

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Unsere Förderer

Die Bundesregierung und die Regierungen der fünf norddeutschen Bundesländer unterstützen den derzeitigen Aufbau und fördern die DAM. Zusätzlich wird die DAM durch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren unterstützt.

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