Ein Taucher schwimmt zwischen langen Algen im Meer

Transfer

Wissen wirksam machen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist ein strategisches Kernelement der DAM mit der Zielsetzung den nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen zu stärken.

Die DAM bündelt die Expertise der deutschen Meeresforschung und sorgt für einen ziel- und interaktionsgruppengerechten Wissensaustausch sowie den Dialog mit Politik und Gesellschaft. Außerdem erarbeitet die DAM Strategien für Kooperationen mit der Wirtschaft, für Nachwuchsförderung und den Aufbau von Wissenspartnerschaften.

Wie wollen wir mit den Meeren leben?

Postkartenaktion: Jeder Einzelne ist gefragt, wenn es um die Zukunft der Ozeane und damit auch um unsere eigene Zukunft und die unserer Kinder geht.

Wunsch-Postkarte der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM): Leben mit dem Meer (Das Motiv steht für Artenvielfalt und Nachhaltigkeit im Umgang mit den Meeren)
Antworten auf die Wunsch-Postkarte der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) „Wie wollen wir mit dem Meer leben?“ Die Wünsche beziehen sich auf Nachhaltigkeit, Schutz, Nutzung, Forschung, Artenschutz, Biodiversität und Meere ohne Plastikmüll.
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Wunsch-Postkarte der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM): Leben mit dem Meer (Das Motiv steht für Artenvielfalt und Nachhaltigkeit im Umgang mit den Meeren)
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Wunsch-Postkarte der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM): Leben mit dem Meer (Das Motiv steht für Artenvielfalt und Nachhaltigkeit im Umgang mit den Meeren)
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von der wissenschaft in die Praxis

Erkenntnisse aus der Wissenschaft werden gesellschaftlich wirksam, wenn sie zu Innovationen, Entwicklungen, Entscheidungsfindungen oder Wissenszuwachs außerhalb der Forschung führen. Zugleich können gesellschaftlich relevante Fragen und Sichtweisen durch einen Austausch mit Nicht-Wissenschaftlern in die Forschung einfließen. Als Dachorganisation bildet die DAM aufbauend auf der Expertise der deutschen Meeresforschung den Rahmen für anwendungsorientierte Synthese und Transfer von Fachwissen zu Themen rund um den nachhaltigen Umgang mit Küsten, Meeren und Ozeanen. Gemeinsam in der DAM kann die deutsche Meeresforschung als Vorsorgeforschung eine signifikante Sichtbarkeit und Wirksamkeit in der Gesellschaft und auf der politischen Agenda erreichen.

Die pinke Fadenschnecke lebt in den Algenwäldern des Atlantiks
Fadenschnecke vor Norwegen | Bild: Dirk Schories

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur Internationalen Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Gemeinsam sollen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft an der erfolgreichen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für das „Leben unter Wasser“ arbeiten. Dabei spielt Transfer eine Schlüsselrolle. Alle Transfer-Maßnahmen der DAM stehen auch im Kontext der UN-Dekade.

handlungsfelder des DAM-Wissenstransfers

Der Wissensaustausch mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist entscheidend, um tragfähige Konzepte zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung von Küsten- und marinen Ökosystemen zu entwickeln und wirksam in den politischen und gesellschaftlichen Kontext einzubringen. Unter dem Dach der DAM kann die Expertise der deutschen Meeresforschung zusammengeführt werden, um wissenschaftsbasierte Analysen zu Fragen eines nachhaltigen Umgangs mit den Meeren zu erarbeiten. Die DAM kann für einen ziel- und interaktionsgruppengerechten Wissensaustausch sorgen und ein zentraler Partner für Politikberatung und Wissensaustausch zwischen Forschung und gesellschaftlichen Akteuren werden. In den Forschungsmissionen der DAM spielt der Wissensaustausch mit Stakeholdern eine entscheidende Rolle, damit praxisrelevante Aspekte in die Forschungsprojekte einfließen und wissenschaftsbasierte Handlungsoptionen zielgerichtet erarbeitet werden können.

Der nachhaltige Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen, zu denen Küsten, Meere und Ozeane als größter Lebensraum der Erde gehören, ist eine gesellschaftliche Herausforderung und eine Zukunftsfrage für die Menschheit. Die Klima- und Umweltkrise geht jeden Einzelnen an. Welche Wege zu mehr Nachhaltigkeit führen, ist nicht nur eine Frage an die Wissenschaft und die Politik, sondern an die gesamte Gesellschaft. Nachhaltigkeit beruht auch auf dem Verständnis und der Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, an Transformationsprozessen mitzuwirken und diese zu leben. Voraussetzung dafür ist, dass alle verstehen, worüber sie sprechen. Neben einem konkreten Wissensaustausch mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft muss daher auch ein breitenwirksamer Dialog mit der Gesellschaft erfolgen, der Motivation und Möglichkeiten zu Partizipation und Weiterbildung bietet. Im Kernbereich Transfer werden in Kooperation mit Museen entsprechende Formate entwickelt, die Zugang und Überblick zu gesellschaftlich relevanten Meeresthemen bieten, Denkanstöße zu nachhaltigem Handeln geben sowie Möglichkeiten zu Dialog und Teilhabe schaffen.

Die DAM erarbeitet ein strategisches Konzept zur Förderung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses und unterstützt und die Umsetzung durch die beteiligten Forschungseinrichtungen. Als Mehrwert kann die DAM die Übersicht und die Vernetzung von Angeboten für Studierende, Promovierende, Postdocs verbessern und den Austausch zwischen Nachwuchs und Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft fördern. Ausgehend von einer Recherche und Bedarfsanalyse bei den DAM-Mitgliedsinstitutionen werden Maßnahmen entwickelt, die diesem Mehrwert dienen und dazu digitale Lösungen mit Angeboten zum persönlichen Austausch kombinieren.

Die Entwicklung von Kapazitäten („Capacity Development“) ist ein weit gefasster Begriff, der verschiedene Bildungs-, Austausch- und Fördermaßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen im nationalen und internationalen Rahmen umfasst. Die bereits genannten drei Handlungsfelder des Wissensaustausch gehören ebenfalls zum Capacity Development. Im Kontext der UN-Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung sind Wissenspartnerschaften mit Schwellen- und Entwicklungsländern von besonderer Bedeutung, um global den nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen zu fördern. Die DAM als Dachorganisation der deutschen Meeresforschung kann die Vernetzung bestehender Maßnahmen zum Capacity Development erhöhen, um ihre strategische Wirksamkeit zu steigern, und sie durch gezielte neue Maßnahmen ergänzen.

Konzept für den Wissenstransfer in der DAM: PDF

Hintergrundpapier zum Transferbegriff der DAM: PDF

Menschen und Meere

Meere und Ozeane spielen eine zentrale Rolle für das Klima, sind das größte Ökosystem und unverzichtbar für das Leben auf der Erde. Sie sind erheblichen vom Menschen verursachten Belastungen ausgesetzt und zugleich eng mit der menschlichen Kultur verwoben. Sie sind Nahrungs- und Rohstoffquelle, Handelsrouten, Sehnsuchtsorte und Inspirationsquelle auch für Menschen, die fernab von den Küsten leben.

Zwei Frauen legen am Strand Fisch zum trocknen aus
Fischfang in Ghana | Bild: ZMT
Zwei Schülerinnen stehen bei einer Exkursion am Meer und sehen sich eine wissenschaftliche Probe an
Schulklasse auf Meeresexkursion | Bild: GEOMAR
Mehrere Taucher waten mit Ausrüstung ins Meer
Tauchgang vor Chile | Bild: Dirk Schories
Zwei Menschen untersuchen ein Stück Treibholz mit Muscheln am Strand am Meer
Strandfund Entenmuscheln | Bild: Dirk Schories
Ein Taucher schwimmt im Meer unter einer großen roten Qualle
Tauchgang mit Rippenqualle | Bild: Dirk Schories

zusammenarbeit mit der wirtschaft

Um den nahhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen zu stärken, ist es von besonderer Bedeutung gemeinsam mit der Wirtschaft Lösungen und Innovationen für nachhaltige Nutzungen voranzutreiben und dazu neue Allianzen zu schmieden. Die DAM kann dabei helfen, solche Kooperationen zwischen Wissenschaft, Meerestechnik und Wirtschaft zu initiieren, und dabei auch Politik und Gesellschaft einbinden.

Die Aktivitäten der DAM, insbesondere die Forschungsmissionen, sollen die Erarbeitung von Vorhaben der Forschung und Entwicklung im Schulterschluss mit der Wirtschaft ermöglichen. Dazu verstärkt die DAM den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und den Technologietransfer.

Meeresalgen unter Wasser
Meeresalgen haben großes wirtschaftliches Potential. | Bild: Dirk Schories

“For many, the ocean is the new economic frontier. It holds the promise of immense resource wealth and great potential for boosting economic growth, employment and innovation. And it is increasingly recognised as indispensable for addressing many of the global challenges facing the planet in the decades to come, from world food security and climate change to the provision of energy, natural resources and improved medical care.”
OECD (2016): The Ocean Economy in 2030

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Unsere Förderer

Die Bundesregierung und die Regierungen der fünf norddeutschen Bundesländer unterstützen den derzeitigen Aufbau und fördern die DAM. Zusätzlich wird die DAM durch die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren unterstützt.

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